Eröffnung der Ausstellung: „Mukashi, mukashi… Wie japanische Märchen nach Europa kamen“ (1. Juni 2026)

2026/6/5

Am 1. Juni fand im Informations- und Kulturzentrum der Japanischen Botschaft die Eröffnung der Ausstellung „Mukashi, mukashi… Wie japanische Märchen nach Eurpa kamen“ statt. 

 

Die Ausstellung thematisiert, wie japanische Märchen vom späten 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert nach Europa gelangten und wie sie das Verständnis der japanischen Kultur vertieften. Neben wertvollen, über lange Jahre von der Universitätsbibliothek Wien, Forschenden und privaten Sammler*innen aufbewahrten Büchern präsentiert die Ausstellung Holzschnitte und weitere Exponate, die auf japanischen Märchen basieren. 

 

In ihrer Rede wies Gesandte Botschaftsrätin Toku Satoko darauf hin, das Märchen ein fester, kultureller Bestandteil seien und die Fantasie der Menschen sowohl in Japan als auch in Österreich beflügelt haben. Sie äußerte die Hoffnung, dass diese Ausstellung mit repräsentativen japanischen Märchen wie Pfirsichjunge Momotaro, Prinzessin Kaguya und der Fischer Urashima Tarou das Verständnis und das Interesse an japanischen Märchen in Österreich vertiefen werde. 

 

Anschließend erläuterten die Kuratorinnen, Dr. Isabelle Prochaska-Meyer, Senior Researcher an der Universität Wien, Dr. Christine Frank, Postdoc Researcher an der Universität Innsbruck, und Luka Klopf, Masterstudierende an der Universität Wien, den Hintergrund der Ausstellung und der Exponate. 

 

Schließlich wurde das Märchen „Bunbuku Chagama“ (Die Glücksteekanne) als Kamishibai („Papiertheater“) aufgeführt. So konnte das Publikum den Zauber mündlich erzählter Märchen erleben. Das Kamishibai, in dem Bilder und die Erzählung nahtlos ineinander übergehen, vertiefte das Verständnis dafür, wie Humor und moralische Lehren mit Märchen vermittelt werden. 

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni im Informations- und Kulturzentrum der Botschaft zu sehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.