Grußwort zum neuen Jahr (4. Jänner 2022)

2022/1/4
 
Ich möchte Sie herzlich im neuen Jahr begrüßen.
 
Österreich verzeichnet seit vergangenem Herbst eine Ausbreitung von Infektionen mit dem Coronavirus und es wurde die strenge Maßnahme eines Lockdowns ergriffen. Da in Österreich und in Europa kürzlich Fälle mit der Omikron-Mutation bestätigt wurden, nutzen wir unsere Homepage, um nützliche Hinweise, wie Einreisebestimmungen in Japan, zu vermitteln. Auch in dieser schwierigen Situation, in der Aktivitäten eingeschränkt sind, sucht die Japanische Botschaft nach Möglichkeiten, um weiterhin im Rahmen der japanisch-österreichischen Freundschaft tätig sein zu können.
 
Am 6. Dezember wurde die neue Regierung unter Bundeskanzler Karl Nehammer gebildet. Ich erachte es als wichtig für die guten bilateralen Beziehungen, unter dem neuen Bundeskanzler weiterhin bei verschiedenen Aufgaben, die sich für Japan und Österreich gleichermaßen stellen, vor allem in Bezug auf das Coronavirus, zusammenzuarbeiten und Maßnahmen zu ergreifen. Im Bereich der Außenpolitik hat die EU im September eine „gemeinsame Mitteilung über die Strategie der EU für die Zusammenarbeit im indopazifischen Raum“ angenommen. Die Regierung von Japan begrüßt die Tatsache, dass die EU gemeinsam mit der festen Absicht, sich im Indopazifik einzubringen, konkrete Maßnahmen für die Zukunft dargelegt hat und wird in Hinblick auf die Vision eines „freien und offenen Indopazifiks“ die konkrete Zusammenarbeit mit der EU weiter vorantreiben.
 
Bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokyo im vergangenen Sommer hat Österreich sieben bzw. neun Medaillen errungen und wir teilen die Begeisterung für diese großartige Leistung. Wir haben von österreichischer Seite Worte des Dankes für die Abhaltung der Spiele während der Pandemie unter Einhaltung strenger Präventionsmaßnahmen und Worte der Wertschätzung für die japanische Gastfreundschaft, Gesellschaft und Kultur erhalten. Die Städte Nasushiobara (Präfektur Tochigi), Fuchu (Präfektur Tokyo) und Kameoka (Präfektur Kyoto), die als Host Towns für Österreich fungierten, bereiteten auch während der Pandemie österreichischen Teams im Rahmen von Vorbereitungscamps einen herzlichen Empfang. Die bei diesen Gelegenheiten entstandenen Freundschaften werden sicherlich zur weiteren Vertiefung der japanisch-österreichischen Beziehungen beitragen.
 
Auch wenn Begegnungen derzeit schwierig sind, werden die japanisch-österreichischen Gespräche fortgesetzt. Was das Japanisch-Österreichische Komitee für Zukunftsfragen betrifft, so haben die Vorsitzenden beider Seiten auch im vergangenen Jahr den Meinungsaustausch online durchgeführt. Die Möglichkeiten des Dialogs zwischen den beiden Ländern sollten, in jeder erdenklichen Form, weiter verstärkt werden.
 
Die Auswirkungen des Coronavirus sind nicht auf Österreich beschränkt. Es ist jedoch auf japanischer wie österreichischer Seite, einschließlich der Geschäftswelt, ein großes Interesse zu spüren, die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder aufzunehmen. Bilateral hat Österreich seine Teilnahme an der für 2025 geplanten „Osaka-Kansai Expo“ bekannt gegeben. Ich denke, dass diese Teilnahme zum Sprungbrett für eine Ausweitung der künftigen bilateralen Beziehungen werden wird. Mit Blick auf eine mögliche positive Kettenreaktion, vor allem für Geschäftsleute beider Länder, erhoffen wir das Verständnis und die Zusammenarbeit aller Beteiligten.
 
Aufgrund der gegenwärtigen Situation mussten der Neujahrsempfang sowie der Empfang anlässlich des Geburtstages S.M. des Kaisers von Japan, die die Japanische Botschaft veranstaltet, dieses Jahr bedauerlicherweise abgesagt werden. Die Entwicklung lässt sich derzeit nicht abschätzen, aber ich hoffe, dass die erforderlichen Präventionsmaßnahmen ergriffen werden und die Ausbreitung von Infektionen mit dem Coronavirus rasch eingedämmt wird, sodass wir unsere Aktivitäten bald wieder aufnehmen können.
 
Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen beste Gesundheit und viel Glück!

S.E. MIZUTANI Akira, Botschafter von Japan in Österreich