Grußwort von S.E. Akira Mizutani, Botschafter von Japan in Österreich (16. August 2021)

2021/8/16
Grußwort von S.E. Akira Mizutani, Botschafter von Japan in Österreich
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Noch während wir uns Sorgen wegen der Situation bedingt durch die Coronakrise und der lang ersehnte Impfung als „Ass im Ärmel“ gegen das Coronavirus machten, war ehe wir uns versehen konnten der Sommer da. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich hoffe, die verbringen einen angenehmen Sommer.
Im vergangenen halben Jahr hat uns jedoch nicht nur die Coronakrise, sondern auch der Klimawandel Anlass zur Sorge gegeben.  
 
Obwohl der Sommer näher rückte, blieb das Wetter zunächst kalt, doch dann wurde es mit einem Schlag schwül und auch Österreich wurde von Naturkatastrophen wie Hagel, Wirbelstürme und Überschwemmungen heimgesucht. Ich habe gehört, dass Österreich glücklicherweise keine Topdesopfer beklagen musste, aber meine Gedanken sind bei allen jenen, die von Schäden betroffen waren.
 
In Anbetracht der Corona-Situation ist die Zahl der mit infizierten Personen in Österreich durch schnelles Handeln der zuständigen Einrichtungen, die sich auf eine im großen Stil angelegte Impfaktion und flexible PCR- und Antigen-Tests gesetzt hat, zunächst stark zurückgegangen. Das Ergebnis ist, dass wir nun nach und nach in unseren gewohnten Alltag zurückkehren können.
 
Einerseits hat sich die Deltavariante, die so ansteckend wie Windpocken sein soll, in Österreich bereits ausgebreitet, daher sollten wir alle unabhängig davon, ob wir geimpft sind oder nicht, die grundlegenden Hygienemaßnahmen weiterhin ins Gedächtnis rufen.
 
Während auf der ganzen Welt diese Unsicherheit geherrscht hat, haben in Tokyo die Olympischen Spiele begonnen. Der Einfluss der Coronapandemie war groß und die öffentliche Meinung über die Austragung der Spiele war zweigeteilt und im Endeffekt fand ein Großteil der Wettkämpfe ohne Zuschauer statt, was äußerst schade war. Wenn man sich jedoch Interviews mit den österreichischen und japanischen Athletinnen und Athleten nach den Wettkämpfen anhörte, freuten sich die meisten über die Möglichkeit, die Ergebnisse ihres harten Trainings unter Beweis zu stellen. Ich denke, wenn man in die strahlenden Gesichter der Sportlerinnen und Sportler schaut, werden die meisten Menschen froh darüber sein, dass die Olympischen Spiele stattgefunden haben.
 
Ende August beginnen die Paralympischen Spiele. Ich durfte Ende Juli am Empfang für das Paralympic Team Austria in Wien teilnehmen, bei dem auch der österreichische Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein anwesend waren. Die Motivation, der Optimismus und die Freundlichkeit der Athletinnen und Athleten haben mich zutiefst bewegt. Ich möchte dem Österreichischen Paralympischen Committee für die Organisation danken und hoffe, dass das gesamte Team sein Können in Tokyo in einem sorgenfreien und sicheren Umfeld demonstrieren kann.
 
Tokyo ist der erste Ort, an dem die Paralympischen Spiele zum zweiten Mal stattfinden. Tokyo ist auch die Stadt, die unter solch schwierigen Bedingungen die Olympischen Spiele zum zweiten Mal austragen musste. Ich glaube aber, wenn man sich zukünftig an die Olympischen und Paralympischen Spiele Tokyo 2020 zurückerinnert, wird man auch sagen „Das waren die Spiele, bei denen sich trotz aller Umstände die Unverwüstlichkeit der Menschen durchgesetzt hat. Wir sind froh, dass die Spiele stattgefunden haben!“. 
 
Wollen wir auch immer einen Schritt nach dem anderen vorwärts gehen, ohne uns von den Schwierigkeiten, die uns im Leben erwarten, überwältigen zu lassen.